WANN HABEN WIR AUFGEHÖRT ZU STAUNEN?

WANN HABEN WIR AUFGEHÖRT ZU STAUNEN?

Kinder sehen die Welt anders. Und manchmal lohnt es sich, genauer hinzusehen.

Ein Stock ist nicht einfach ein Stock. Er kann ein Zauberstab, ein Schwert oder der Beginn eines grossen Abenteuers sein.

Ein Karton wird zum Haus. Eine Decke zur geheimen Höhle. Eine Pfütze zu einem Ort, an dem man unbedingt hineinspringen muss.

Während wir Erwachsenen oft sehen, was etwas ist, sehen Kinder, was etwas sein könnte.

Eine Welt voller Möglichkeiten

Mit dem Erwachsenwerden verändert sich unser Blick auf die Welt.

Wir planen, organisieren und denken voraus. Die Dinge bekommen einen Zweck und unser Alltag einen festen Rhythmus.

Kinder kennen diese Grenzen noch nicht.

Sie bleiben stehen, um eine Schnecke zu beobachten. Sammeln Steine, die für uns alle gleich aussehen. Stellen Fragen, auf die wir manchmal selbst keine Antwort haben. Und können aus Dingen, an denen wir achtlos vorbeigehen, ganze Geschichten entstehen lassen.

Für uns sind es Kleinigkeiten.

Für sie ist es eine Welt, die darauf wartet, entdeckt zu werden.

Und genau diese Neugier ist etwas Besonderes.

Nicht alles braucht einen Zweck

Als Eltern möchten wir unseren Kindern möglichst viel mitgeben. Wir wollen sie fördern, ihnen Neues zeigen und ihnen Möglichkeiten bieten.

Doch Kindheit muss nicht ständig geplant sein.

Nicht jedes Spiel braucht ein Lernziel. Nicht jeder Nachmittag ein Programm. Und nicht jedes Abenteuer muss vorbereitet werden.

Manchmal entsteht das schönste Spiel genau dann, wenn wir nichts vorgeben.

Wenn Kinder selbst entscheiden dürfen, was der Karton heute sein soll. Wenn Kleidung schmutzig werden darf, weil draussen gerade etwas Spannenderes wartet. Wenn aus Langeweile plötzlich eine Idee entsteht.

Kinder brauchen Raum für ihre eigene Fantasie.

Die Welt noch einmal entdecken

Vielleicht ist es nicht immer unsere Aufgabe, unseren Kindern zu zeigen, wie die Welt funktioniert.

Manchmal sind sie diejenigen, die uns etwas zeigen.

Sie erinnern uns daran, langsamer zu werden. Hinzusehen. Fragen zu stellen. Über Dinge zu staunen, die für uns längst selbstverständlich geworden sind.

Wir müssen nicht jede Pfütze umgehen.

Nicht jeden Stock weglegen.

Und nicht jede Frage sofort beantworten.

Manchmal reicht es, für einen Moment Teil ihrer Welt zu werden.

Denn dort ist ein Stock nicht einfach ein Stock.

Er kann alles sein.

Und genau dafür steht für uns ein Gedanke, der BEEKIDZ von Anfang an begleitet:

BEEKIDZ
Let them be(e) Kidz. 🤎